Maschen-Topologie
Die Maschen-Topologie ist eine Netzwerkstruktur, bei der jede Station mit mehreren oder allen anderen Stationen direkt verbunden ist. Dadurch entsteht ein Netzwerk mit hoher Redundanz, das besonders ausfallsicher ist.
Merkmale:
- Daten können auf mehreren Wegen durch das Netzwerk geleitet werden.
- Es gibt vollständige (vollvermaschte) und teilweise vermaschte Netze.
- Häufige Anwendung in Backbone- und Hochverfügbarkeitsnetzwerken.
Vorteile:
- Sehr hohe Ausfallsicherheit – fällt eine Verbindung aus, gibt es alternative Routen.
- Effiziente Datenübertragung durch flexible Pfadwahl.
- Gute Lastverteilung im Netzwerk.
- Selbstheilend bei Einsatz dynamischer Routing-Protokolle.
Nachteile:
- Komplexe Verkabelung bei physischer Vollvermaschung.
- Hohe Kosten (mehr Kabel, mehr Schnittstellen, ggf. mehr Hardware).
- Aufwändige Konfiguration und Wartung.
Beispiele:
- Internet-Routing (z. B. mit BGP oder OSPF).
- Drahtlose Mesh-Netzwerke (z. B. WLAN-Mesh im Smart Home).
- Rechenzentren (z. B. Leaf-Spine-Architektur).
In der Praxis wird meist eine teilweise vermaschte Topologie verwendet, um Kosten und Komplexität zu reduzieren, während man trotzdem Redundanz und Stabilität erhält.