Ring-Topologie
Die Ringtopologie ist eine Netzwerkstruktur, bei der jede Station (Gerät) mit genau zwei anderen verbunden ist – es entsteht ein geschlossener Kreis (Ring). Die Daten werden in eine Richtung (oder bei Dual-Ring in beide Richtungen) weitergeleitet, bis sie ihr Ziel erreichen.


Merkmale:
- Daten wandern von Gerät zu Gerät im Kreis.
- Jedes Gerät wirkt als Signalverstärker/Repeater.
- Kein zentrales Netzwerkgerät notwendig.
Vorteile:
- Gleichmäßige Auslastung des Netzwerks.
- Kein Datenkollisionsproblem, da nur ein Gerät zur Zeit senden darf (Token-Verfahren).
- Vorhersehbare Übertragungszeiten.
Nachteile:
- Störung in einem Gerät oder Kabel unterbricht den gesamten Ring (außer bei redundanten Ringen).
- Aufwendig in Wartung und Fehlerdiagnose.
- Skalierbarkeit begrenzt – je mehr Geräte, desto langsamer die Datenweiterleitung.
Beispiel:
- Token Ring (älteres IBM-Netzwerkprotokoll)
- FDDI (optische Ringnetzwerke)
- Teilweise in Industrienetzwerken noch im Einsatz
Heute wird die Ringtopologie kaum noch im klassischen LAN verwendet, aber sie findet in spezialisierten Anwendungen (z. B. bei Glasfaser in der Industrie) noch Verwendung – oft in redundanter (doppelter) Ringstruktur für höhere Ausfallsicherheit.